Über den Autor

Der Schriftsteller Konrad Kölbl wurde am 6. Juli 1912 in München geboren und wuchs in Augsburg auf. Nach dem Tod seiner Mutter kam er in ein katholisches Waisenhaus nach Mindelheim. Dort brachte er sich autodidaktisch die „Schrift des Teufels“, die Stenographie, bei. Mit 15 Jahren ging er zurück zu seinem Vater nach Augsburg und begann eine Lehre als Goldschläger.

Nach seiner Lehrzeit schlug Konrad Kölbl sich mit dem mitstenographieren von Grabreden durch. Er übertrug sie in Schönschrift und verkaufte sie an die Hinterbliebenen. Mitte der 30er Jahre begann er dann für die „Augsburger Allgemeine“ zu schreiben. Da er sich weigerte in die NSDAP einzutreten, wurde er nicht fest eingestellt.

Anfang der 50er Jahre fing Konrad Kölbl erneut mit dem Schreiben an. Er begann damit Groschenhefte zu verfassen und selbst zu verlegen. Als Genre wählte er von Anfang an den Western. Um seinen Held Trixi erschuf er noch sieben weitere, dem Recht verpflichtete, Männer. Jeder von ihnen mit ganz besonderen Eigenschaften. Wichtig waren Conny Cöll, dem Pseudonym des Autors, auch die Tiere, die den Westernhelden, als treue Weggefährten, stets zu Seite stehen.

Nachdem seine Leser Interesse an einem ganzen Roman bekundeten, fing er an zu schreiben: Die über 250 Seiten lange Geschichte wurde so gut aufgenommen, dass er sich dazu entschloss noch weitere Romane zu verfassen. Zu seinen besten Zeiten schafft es Konrad Kölbl zwei Bücher im Monat zu schreiben, zu lektorieren und zu verlegen. Dank dieses Tempos wurden bis zum Ende der 50er Jahre über 80 Conny Cöll Romane veröffentlicht. Doch das Ende der Leihbuchzeit bedeutet vorerst auch das Ende von Conny Cöll.

Konrad Kölbl war ein Vollblutschriftsteller, der zeitlebens geschrieben hat. Nach Conny Cöll produzierter er Bavarica und eigene Theaterstücke. Doch der Westernheld ließ ihn nie los. Anfang der 70er Jahre überarbeitete Konrad Kölbl 40 seiner besten Bücher und verlegte sie erneut sehr erfolgreich.

Im Jahr 1993 erlitt Konrad Kölbl einen leichten Schlaganfall, der es ihm unmöglich machte jemals wieder zu schreiben. Sein Lebenswille erlosch, 1994 wurde er erlöst.

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